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Speedpainting
wieder so ein Schlagwort von dem jeder denkt das sei etwas ganz besonderes. Doch eigentlich bedeutet es nichts anderes als Skizzieren. Eine Idee oder das austesten einer Lichtsituation in diesem Falle nicht aufs Papier sondern in den Computer zu bekommen. Im Grunde das was jeder Maler und Zeichner eigentlich permanent macht. Denn die wenigsten grossen Bilder sind ohne Skizzen und Vorzeichnungen entstanden. Wir bekommen sie nicht so oft zu sehen, weil zum einen das Papier und zum anderen wenn mit Farben skizziert wurde diese meist lichtempfindlich sind.
Grosse Maler haben früher oft bewaffnet mit einem Skizzenblock auch draussen Szenen festgehalten die dann später im Atelier zu grossen Ölgemälden wurden .
Speedpainting ist also genau genommen eine Vorarbeit, das schnelle festhalten einer Situation oder auch das festlegen einer bestimmten Stimmung von Licht, Schatten und Farbe. Oft auch das Einteilen der Szene welche ich malen will. Wie weit ich diese ausarbeite ist meine Sache, doch eigentlich sollte sie sich in einem Zeitrahmen von wenigen Minuten bis bis etwa drei Stunden bewegen. Darüber hinaus geht man meist zu sehr in das Detail und die dazu benötigte Zeit sollte man sich besser für das endgültige Werk aufheben.
Der eigentliche unterschied zu einer einfachen Skizze ist, in Speedpaint arbeite ich eigentlich alles mit Farben aus und meisten auch nicht nur mit einem Stift sondern mit Pinseln.
Was heute oft als Speedpainting im Internet zu finden ist hat nur noch wenig damit zu tun. Denn wenn ein Künstler dort ein z.B. ein Portrait malt und dazu dann sieben oder mehr Stunden braucht hat das nichts mit Speed zu tun.
Auch SciFi Szenen oder Landschaften an denen zwischen oft 10 und mehr Stunden gemalt wurden sind eigentlich keine Speed-Malerei mehr. Was man dann auch meist an einer detailreichen Ausführung sieht. Warum Künstler diese Arbeiten trotzdem als Speedpainting bezeichnen ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, doch das ist deren Ding.
Es kommt natürlich immer darauf an um was es in der Skizze geht. Das Austesten und Festlegen von Licht und Schatten oder das Anlegen einer bestimmten Atmosphäre kann natürlich länger dauern als die Festlegung einer Bewegung oder Pose. Nur sollte halt immer klar sein, es ist eine Skizze und ich halte mit der eigentlich nur fest was ich in einem endgültigen Bild weiterverarbeiten werde. Wenn das Speedpainting-Bild jedoch so gut geworden ist, dass ich es als eigenständiges Bild ansehen und zeigen kann um so besser. Dann ab damit ins Internet oder wenn es nicht nur in 72p Auflösung vorhanden ist, ausdrucken.
Mir persönlich gefallen von grossen Künstlern oft ihre Vorarbeiten besser als die fertigen Werke. Denn, in guten Skizzen lässt sich oft besser erkennen was ein Künstler drauf hat.
Ein ganz anderes Ding ist Mattepainting, obwohl das manchmal durch einander gebracht wird oder in den selben Topf wie Speedpaint geworfen wird. Mattepainting hat mehr mit Film zu tun und ist ein
meist sehr aufwendiges Malen und komponieren unter Einbeziehung von Fotos bzw. realen Filmbildern. Dazu vielleicht irgendwann später mal mehr. Die meisten Künstlern die Mattepainting
machen, arbeiten mit Photoshop, denn damit hat man viel mehr Möglichkeiten der Fotomontage und er Belichtung und das ist bei Mattepainting oft sehr wichtig Es gibt jedoch Künstler die
sowohl Painter als auch Photoshop dazu benutzen, weil jedes dieser Programme hat so seine Vorzüge was das Endergebnis betrifft.
In diesem kleinen Beispiel, gemalt in einer knappen Stunde, ging es mir um die Atmosphäre und das Licht der Vordergrund ist dabei noch völlig unwichtig. Mir geht es hier um den Himmel und die
beiden hellen Stellen links und rechts auf der hinteren Landschaft sowie dem Dunst der den hinteren Teil bedeckt.
Am Wochenende werde ich dann mal eine Figur oder Portrait im Speedpaint- Stil malen.
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